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Bildantwort zum Buchprojekt: Bilder und Gedichte

Das »Blattgold-Haiku« von Uwe war ursprünglich inspiriert worden durch dieses Foto – von mir aufgenommen an einem kalten,  sonnigen Wintertag Silvester 2007/2008 in Bad Bevensen an der Ilmenau:

Haiku: Blattgold in den Zweigen

Jetzt geht das Haiku fremd … mit einem anderen Bild. Aber sei’s drum: weshalb soll ein Haiku nicht zwei Bilder lieben? Zumal sie verschiedene Aspekte betonen: eines mehr Blattgold, eines mehr Fluss. Mir gefallen beide Varianten gut. Gruß — Jürgen

P.S.: Uwe, auf Kommentarebene hätte ich kein Bild einbinden können. Deshalb in dieser Form … wenn du einverstanden bist

Künstlerischer Dialog mit Natur und Leben

Hier ist der Blog von Uwe Ahrens im Aufbau.  Die Webseite soll über seine künstlerischen Aktivitäten informieren und sie soll Interessierten die Möglichkeit bieten, mit Uwe Ahrens in einen Dialog einzutreten. Besucher des Blogs sind herzlich eingeladen, zu den Beiträgen ihre Kommentare einzutragen.

Zur Zeit läuft gerade seine Ausstellung Natur als Prozess und als Landschaft mit Bildern, Büchern und Objekten vom 23. August bis 20. September 2009 im Kunstraum Benther Berg bei Hannover.  Sie ist mit Musik von Volker Schütz und einer einfühlsamen Rede von Jürgen Hans in angenehmer Atmosphäre eröffnet worden.

Die Exponate der Ausstellung geben einen Überblick über das künstlerische Schaffen der letzten Jahre: Baum-Portraits (Feder- und Pinselzeichnungen), “Saft-Bilder”, Farbstiftzeichnungen, Baum-Objekte und Bücher über Formen und Prozesse der Natur.

Entlang der Exponate dieser Ausstellung wird der Blog entwickelt und dann darüber hinaus erweitert. Nachfolgend vier Arbeiten, die auch in der Ausstellung nebeneinander hängen: zwei Farbkreidezeichnungen (»Borsum II«, 2004, 77 x 57 cm und »Borsum III«, 2004, 77 x 57 cm, 2004) und zwei Saftbilder (»Große Saft-Landschaft 2009-14«, 80 x 61 cm und »Große Saft-Landschaft 2009-15«, 80 x 61 cm, beide: Ligusterbeere, Brombeere)

Farbkreidezeichnung Borsum II      Farbkreidezeichnung Borsum III

grose-farb-landschaft-2009-15-liguster-und-brombeerek.JPG    grose-farb-landschaft2009-14-liguster-und-brombeere-2009k.JPG    saft-landschaft-2004-22-49×37-pflanzensafte-k.JPG    grose-saft-landschaft-fur-siloah-2oo3-k.jpg

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Das dritte Saftbild (»Saft-Landschaft 2004-22«) ist auch ein Exponat in der laufenden Ausstellung, es stammt aber schon aus dem Jahre 2004 und zeigt, dass die Säfte ihre Farbintensität sehr lange halten können. Grundsätzlich sind sie aber dem fortlaufenden Prozess der natürlichen Veränderung unterworfen. Ich stelle noch zwei weitere »Saft-Landschaften« aus dem Jahre 2004 dazu. Weitere Farbstiftzeichnungen siehe in der gleichnamigen Kategorie.

Rede von Jürgen Hans zur Ausstellungseröffnung am 23.8.2009
(PDF-Datei, ca. 130 Kb)

Zeitungsartikel zur Ausstellungseröffnung

Die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtete am Tag vor der Ausstellungseröffnung in der Calenberger Zeitung ausführlich über die bevorstehende Vernissage. Unter dem Titel “Die Natur inspiriert den Künstler” schreibt Kerstin Siegmund über die Arbeiten und die Ausstellung im Kontext der “Gartenregion Hannover”.

Beitrag zur Ausstellungseröffnung in der Calenberger Zeitung v. 22.08.2009
(PDF-Datei, 92 Kb)

Lebens-Flüsse

Kunstprojekt LEBENS-FLÜSSE für den Landschaftskunstpfad Benthe-Empelde im Rahmen der „Gartenregion Hannover 2009“
Entlang des Weges vom südlichen Fuß der Kalihalde Richtung Benthe bis zur Gärtnerei Behre habe ich in einer Reihe von Bäumen und auf dem Boden rechts und links des Weges jeweils einen Ast mit weißem Papier umwickelt/ umklebt, so wie man Wunden verbindet. Ich habe solche Äste ausgewählt, die schon weitgehend abgestorben sind, in ihrer schön gewundenen Form aber auch noch in ihrem Sterben das Fließende des Wachstums – und damit ein wesentliches Prinzip des Lebens – deutlich sichtbar werden lassen.
So wird das Sterben des jeweiligen Astes verlangsamt, das weiße Papier wird jedoch durch die noch in den Ästen fließenden Säfte, durch die Wettereinflüsse, Schnecken, Würmer, Flechten und Pilze allmählich zersetzt und verschwindet wieder. Über einen längeren Zeitraum betrachtet, wird dadurch der ständige Verwandlungsprozess, in dem sich alles Lebende befindet, deutlich sichtbar gemacht.Die Arbeit in den Bäumen und an den nicht ortsgebundenen Ästen hat sich von Februar bis Juni 2009 erstreckt.

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Verlassene Orte

Die ersten Zeichnungen »Verlassene Orte« entstanden ca. 2003 bei dem Versuch, »ein Saftbild zu zeichnen«.

Der Langsamkeit des Fließens bei den Saftbildern entspricht das langsame schraffierende Zeichnen Strich für Strich. Und auch die übereinander gezeichneten, unterschiedlich farbigen Strichlagen haben eine Entsprechung in den Entstehungsphasen der Saftbilder. Auch die Zeitintensität des Prozesses mit 15 bis 25 Stunden pro Bild entspricht den Saftbildern.
Im Ergebnis sind aber keine »gezeichneten Saftbilder« daraus entstanden, sondern etwas Neues, Eigenständiges. – Und das macht oft den kleinen aber feinen Unterschied in der künstlerischen Arbeitsweise: es geht nicht darum, sich ein Bild im Kopf zu machen und es dann aufs Papier zu bringen, sondern die Eigendynamik des Prozesse zu akzeptieren und in das Werden des Bildes einfließen zu lassen.Dazu gehörte in diesem Fall, das Ergebnis nicht irgendwie in Richtung Saftbild »zu quälen«, sondern in der sich »natürlich« ergebenden »Wolkigkeit« des Zeichnens den »Himmel« über einer Landschaft zu erkennen … und diese Wahrnehmung dann behutsam durch eine »vom Verstand gesetzte« Kontur am unteren Bildrand zu verstärken, so dass sich eine Horizontlinie bildet. Es sind letztendlich Landschaften oder Orte entstanden, an denen »Nichts« ist.
Dieses »Nichts« passt zu dem Prozess des langsamen, ruhigen Zeichnens, in dem diese Bilder entstanden sind; dass dieser auch meditative Aspekte hat, erschließt sich vermutlich ohne langes Erklären. Und so verbindet sich mit dem Titel dieser Bilder »Verlassenen Orte« auch nichts Melancholisches, sondern eher eine Sehnsucht nach In-sich-Ruhen, Stille und Leere im meditativen Sinne.In diesem Prozess ist also aus dem ursprünglichen Bemühen, auf anderem Wege Gleiches zu erzeugen, nun auf einmal zum »Erdigen«, Kraftvollen der Saftbilder ein Gegenstück entstanden: der »Himmel«, das Ätherische, die Unendlichkeit – und beide gehören zusammen, keines kann ohne das andere sein.

Textauszug aus der Einführung von Jürgen Hans zur Ausstellung »Himmel und Erde«, 2004 im Kunstraum Benther Berg

Farbstiftzeichnungen:  »Stiller Ort«, Farbstiftzeichnung, 30 x 30 cm, 2006, »Verlassener Ort«, Farbstiftzeichnung, 36 x 36 cm, 2005

Stiller Ort, 2006    Verlassener Ort, 2005

In den letzten Monaten sind Zeichnungen im Format 30×30 entstanden, in denen wieder Menschen auftauchen. Diese menschlichen Figuren sind nach Fotos konkret existierender Personen gestaltet. Titel der Arbeiten der Reihenfolge nach: »In der Wüste (Kavir) 1,2,3,4«; »Ortstermin«, »Tänzerin« und »Mondwerfer«.

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kopie-von-ortstermin-2009-farbstifte-30×30.JPG    kopie-von-tanzerin-2009-farbstifte-30×30.JPG    kopie-von-mondwerfer-2008-farbstiftzeichnung-30×30.JPG

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